Der Arbeitsspeicher (RAM) hält Daten und Programme bereit, mit denen der Prozessor gerade arbeitet. Er ist sehr schnell, verliert seinen Inhalt aber beim Ausschalten des Geräts.
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Das Kurzzeitgedächtnis des Rechners
Der Arbeitsspeicher, englisch RAM (Random Access Memory), ist der Platz, an dem laufende Programme und geöffnete Dateien liegen. Der Prozessor greift darauf wesentlich schneller zu als auf eine SSD. Schaltet man das Gerät aus, sind die Inhalte weg; dauerhaftes Speichern übernehmen SSD oder Festplatte.
Wie viel ist genug?
Für Surfen, Büroarbeit und Videokonferenzen sind heute meist 16 GB ein solider Wert, 8 GB können bei vielen Tabs und Programmen knapp werden. Grafik- und Videobearbeitung, virtuelle Maschinen oder große Datenmengen profitieren von 32 GB und mehr. Wird der Arbeitsspeicher voll, lagert das System Daten auf die SSD aus, was merklich bremst. Im Task-Manager oder in der Aktivitätsanzeige sehen Sie, wie viel gerade belegt ist.
Typen und Geschwindigkeit
Aktuelle Rechner nutzen DDR4 oder DDR5. Die Typen sind nicht untereinander kompatibel, die Steckplätze unterscheiden sich. Die Geschwindigkeit wird in MT/s oder MHz angegeben. Zwei Module im Dual-Channel-Betrieb liefern mehr Datendurchsatz als ein einzelnes. Bei vielen Laptops und bei Geräten mit Apple-Chips ist der Speicher fest verlötet oder in den Chip integriert und lässt sich nicht nachrüsten.
Nachrüsten
Prüfen Sie vor dem Kauf im Handbuch, welcher Typ, welche Maximalmenge und wie viele Steckplätze Ihr Gerät hat. Module sollten möglichst identisch sein, damit sie fehlerfrei zusammenarbeiten. Trennen Sie das Gerät vom Strom, öffnen Sie das Gehäuse sorgfältig, und entladen Sie sich vorher an einem geerdeten Metallteil. Ein falsch eingesetztes Modul führt zu Startproblemen, die sich meist durch erneutes Einsetzen lösen lassen.
Abgrenzung zum Speicherplatz
Verwechseln Sie Arbeitsspeicher nicht mit Festspeicher. Ein Handy mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher hat beides, aber die Zahlen haben unterschiedliche Aufgaben.
Anzeichen für zu wenig RAM
Ein Rechner, der beim Wechsel zwischen Programmen stockt, obwohl die Festplatte kaum arbeitet, hat möglicherweise zu wenig Speicher. Auch der Browser kann viel belegen: Jeder Tab und jede Erweiterung beansprucht Platz. Schließen Sie probeweise nicht benötigte Programme, bevor Sie Geld für Aufrüstung ausgeben, und prüfen Sie, ob die Auslastung im Task-Manager dauerhaft nahe am Maximum liegt.
Häufige Fragen zu Arbeitsspeicher (RAM)
Wie viel RAM brauche ich?
Für Alltag und Büro meist 16 GB, für anspruchsvolle Anwendungen mehr. Die Auslastung zeigt der Task-Manager.
Kann ich RAM nachrüsten?
Bei vielen Desktop-PCs und manchen Laptops ja, bei Geräten mit verlötetem Speicher nicht.
Was passiert, wenn der RAM voll ist?
Das System lagert Daten auf die SSD aus, wodurch alles langsamer wird.
