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PC & Laptop

Windows 10 Support-Ende: Welche Optionen jetzt bleiben

Von der RedaktionVeröffentlicht ca. 7 Min. Lesezeit
Kurz beantwortet

Windows 10 erhält keine Sicherheitsupdates mehr; prüfen Sie das kostenlose Upgrade auf Windows 11, kaufen Sie ein kompatibles Gerät oder wechseln Sie bei älterer Hardware zu Linux oder ChromeOS Flex.

Symbolfoto zum Ratgeber: Windows 10 ohne Support: Welche Optionen bleiben
Foto: Sidde / Pexels
Inhaltsverzeichnis
  1. Was das Supportende konkret bedeutet
  2. Die Optionen im Überblick
  3. Option 1: Ist Ihr PC bereit für Windows 11?
  4. Option 2: Neues Gerät kaufen
  5. Option 3: Alternative Betriebssysteme für ältere Geräte
  6. Option 4: Windows 10 vorerst weiterbetreiben
  7. Checkliste vor jedem Wechsel
  8. Wenn das Upgrade nicht startet oder abbricht
  9. Besondere Fälle: Unternehmen und Selbstständige
  10. Fazit

Seit dem 14. Oktober 2025 erhält Windows 10 keine regulären Sicherheitsupdates mehr. Das Übergangsprogramm für Privatkunden, mit dem Microsoft einzelne Sicherheitsaktualisierungen noch ein Jahr länger lieferte, lief am 13. Oktober 2026 aus. Wer jetzt noch einen Rechner mit Windows 10 betreibt, hat also keine offizielle Versorgung mehr. Das heißt nicht, dass das Gerät von einem Tag auf den anderen unbrauchbar wird, wohl aber, dass neu entdeckte Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden. Dieser Ratgeber zeigt, welche Wege offen sind und wie Sie den passenden finden.

Was das Supportende konkret bedeutet

Ohne Updates bleibt das Betriebssystem funktionsfähig, aber es wird mit der Zeit verwundbarer. Angreifer nutzen bekannt gewordene Lücken gezielt aus, weil sie wissen, dass sie auf Windows-10-Rechnern nicht mehr geschlossen werden. Besonders riskant sind Online-Banking, E-Mail und der Umgang mit Anhängen, denn dort entscheidet eine einzige Lücke über den Zugriff auf Ihre Daten. Auch Programme von Drittanbietern stellen schrittweise den Support für Windows 10 ein; Browser-Hersteller und Antivirus-Anbieter geben dazu eigene Zeitpläne bekannt. Informationen von Microsoft finden Sie auf support.microsoft.com.

Die Optionen im Überblick

OptionVoraussetzungVorteilNachteil
Kostenloses Upgrade auf Windows 11Gerät erfüllt die SystemanforderungenWeiter volle Updates, Daten und Programme bleibenNicht jeder ältere PC ist kompatibel
Neues Gerät mit Windows 11NeuanschaffungAktuelle Hardware und Support für JahreKosten, Datenumzug
Wechsel auf Linux oder ChromeOS FlexBereitschaft zur UmstellungAlte Hardware weiter nutzbar, UpdatesNicht alle Windows-Programme laufen
Windows 10 unverändert weiterbetreibenKeineKein AufwandWachsendes Sicherheitsrisiko

Option 1: Ist Ihr PC bereit für Windows 11?

Das Upgrade ist für berechtigte Geräte kostenlos und die beste Lösung, weil Sie Ihre Programme und Dateien behalten. Windows 11 stellt jedoch klare Hardware-Anforderungen, darunter einen 64-Bit-Prozessor mit mindestens zwei Kernen und 1 GHz, 4 GB Arbeitsspeicher, 64 GB Speicher, UEFI mit Secure Boot und ein TPM-Modul in Version 2.0. Zudem muss der Prozessor auf der Kompatibilitätsliste stehen; bei Intel sind das in der Regel Modelle ab der achten Generation, bei AMD ab der Zen-2-Architektur.

So prüfen Sie Ihr Gerät:

  1. Öffnen Sie Einstellungen > Update und Sicherheit > Windows Update. Ist Ihr PC geeignet, erscheint dort ein Angebot „Upgrade auf Windows 11 ist bereit“.
  2. Alternativ laden Sie die „PC-Integritätsprüfung“ (PC Health Check) von Microsoft herunter und lassen Ihr Gerät prüfen. Das Programm nennt die Gründe, falls etwas fehlt.
  3. Prüfen Sie das TPM manuell: Drücken Sie Windows + R, geben Sie tpm.msc ein und lesen Sie die Angabe zur Spezifikationsversion. Fehlt das Modul, ist es manchmal im BIOS beziehungsweise UEFI deaktiviert (Bezeichnungen: „fTPM“, „PTT“ oder „Security Device“).
  4. Sichern Sie vor dem Upgrade Ihre Dateien auf einem externen Datenträger.

Meldet das Gerät alles als erfüllt, starten Sie das Upgrade über Windows Update und folgen den Anweisungen. Rechnen Sie je nach Rechner mit mindestens einer Stunde und mehreren Neustarts.

Option 2: Neues Gerät kaufen

Lässt sich ein älterer PC nicht umrüsten, ist ein neuer Rechner naheliegend, besonders wenn die Hardware ohnehin träge ist. Was dabei zu beachten ist, beschreibt der Ratgeber zum Laptop-Kauf. Nehmen Sie zuvor ein vollständiges Backup vor und übertragen Sie Ihre Daten mit Hilfe externer Datenträger oder eines Cloud-Dienstes. Wer ein gebrauchtes Gerät in Betracht zieht, achtet darauf, dass es Windows 11 offiziell unterstützt, sonst steht der nächste Wechsel schnell wieder an.

Option 3: Alternative Betriebssysteme für ältere Geräte

Alte, aber funktionstüchtige Hardware muss nicht in den Elektroschrott. Zwei Wege bieten sich an:

  • Linux: Einsteigerfreundliche Distributionen wie Linux Mint oder Ubuntu lassen sich vom USB-Stick testen, ohne etwas zu installieren. Office-Aufgaben, Surfen, E-Mail und Streaming laufen unkompliziert. Spezialprogramme für Windows funktionieren eventuell nicht.
  • ChromeOS Flex: Googles schlankes System für ältere PCs ist auf Browser-Nutzung ausgelegt und eignet sich für einfache Anwendungen. Die Kompatibilität hängt vom Modell ab; Google führt eine Liste zertifizierter Geräte.

Beide Wege setzen voraus, dass Sie Ihre Daten vorher sichern und das System frisch installieren. Prüfen Sie vorab, ob Ihre wichtigsten Programme eine Alternative haben. Kostenlose Office-Pakete wie Open-Source-Software sind dafür oft eine gute Basis.

Option 4: Windows 10 vorerst weiterbetreiben

Wenn ein Wechsel nicht sofort möglich ist, lässt sich das Risiko begrenzen, aber nicht beseitigen. Diese Schritte reduzieren die Gefahr:

  1. Verwenden Sie das Gerät für möglichst wenige sensible Vorgänge; Online-Banking sollten Sie auf ein aktuelles Gerät verlagern, etwa Ihr Smartphone.
  2. Halten Sie Browser und alle Programme aktuell und nutzen Sie nur Browser, die Windows 10 noch unterstützen.
  3. Arbeiten Sie mit einem Standardkonto statt mit Administratorrechten.
  4. Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig auf einem Laufwerk, das nicht dauerhaft verbunden ist, um sich gegen Ransomware zu schützen.
  5. Öffnen Sie keine Anhänge unbekannter Absender und meiden Sie Downloads aus fragwürdigen Quellen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät grundsätzlich, nicht mehr unterstützte Betriebssysteme abzulösen; Hinweise finden Sie auf bsi.bund.de. Nutzen Sie Windows 10 allenfalls vorübergehend und planen Sie den Wechsel konkret ein.

Checkliste vor jedem Wechsel

Unabhängig davon, welchen Weg Sie wählen: Eine kurze Vorbereitung erspart Ärger. Gehen Sie diese Punkte nacheinander durch.

PunktWarumWie
Dateien sichernSchutz vor Datenverlust bei FehlernDokumente, Fotos und Desktop auf externe Platte kopieren
Programme und Lizenzen notierenNeuinstallation wird einfacherEinstellungen > Apps > Installierte Apps durchsehen, Lizenzschlüssel sammeln
Browserdaten exportierenLesezeichen und Passwörter behaltenSynchronisierung mit Konto aktivieren oder Export-Funktion nutzen
Zugangsdaten bereithaltenAnmeldung nach dem WechselMicrosoft-Konto, WLAN-Passwort, Mail-Konten
Treiber prüfenDrucker, Scanner und Zubehör funktionieren weiterHerstellerseiten auf Unterstützung für Windows 11 oder Linux prüfen

Besonders Passwörter sollten Sie nicht nur im Browser speichern. Ein Passwort-Manager macht den Umzug auf ein neues Gerät deutlich einfacher, weil Sie sich dort lediglich anmelden müssen.

Wenn das Upgrade nicht startet oder abbricht

Bricht die Aktualisierung auf Windows 11 mit einer Fehlermeldung ab, hilft meist eine kurze Fehlersuche. Prüfen Sie zunächst, ob auf dem Systemlaufwerk genug Platz ist; für das Upgrade sollten mehrere Gigabyte frei sein. Entfernen Sie danach unnötige USB-Geräte und Zusatz-Hardware, starten Sie neu und versuchen Sie es erneut. Aktualisieren Sie außerdem das BIOS beziehungsweise UEFI, wenn der Hersteller ein Update bereitstellt, denn dort lassen sich manchmal TPM- und Secure-Boot-Einstellungen aktivieren. Bleiben die Probleme bestehen, bieten die Hilfeseiten von Microsoft zu Fehlercodes eine gute Anlaufstelle. Wie Sie bei hängenden Updates vorgehen, beschreibt der Ratgeber zu Windows-Update-Fehlern.

Von inoffiziellen Umgehungen der Hardware-Anforderungen raten wir ab. Windows 11 läuft auf nicht unterstützten Geräten möglicherweise ohne reguläre Updates oder mit Einschränkungen und bringt Ihnen damit genau das Problem zurück, das Sie lösen wollten.

Besondere Fälle: Unternehmen und Selbstständige

Für Organisationen bietet Microsoft nach eigenen Angaben ein kostenpflichtiges Erweiterungsprogramm an, das über mehrere Jahre laufen kann. Bedingungen und Laufzeiten ändern sich; klären Sie sie direkt bei Ihrem Reseller oder auf den Seiten des Herstellers. Das gilt auch für Praxen, Büros und Freiberufler. Selbstständige, die personenbezogene Daten verarbeiten, sollten bedenken, dass ein ungepatchtes System auch datenschutzrechtlich Fragen aufwirft.

Fazit

Ein Windows-10-Rechner ist seit Oktober 2026 endgültig ohne offizielle Updates unterwegs. Prüfen Sie zuerst, ob das kostenlose Upgrade möglich ist; falls nicht, entscheiden Sie zwischen einem neuen Gerät und einem alternativen System für die alte Hardware. Wer weitermachen muss, sollte Risiken bewusst begrenzen und den Umstieg zeitnah planen. Je früher Sie handeln, desto weniger Druck haben Sie, wenn tatsächlich eine Lücke ausgenutzt wird.

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Häufige Fragen

Ist Windows 10 nach dem Supportende noch sicher?

Nicht dauerhaft. Neu entdeckte Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen. Mit Vorsicht lässt sich das Risiko kurzfristig senken, auf Dauer sollten Sie auf ein unterstütztes System wechseln.

Kostet das Upgrade auf Windows 11 etwas?

Für Geräte, die die Systemanforderungen erfüllen, ist das Upgrade von Windows 10 auf Windows 11 kostenlos und läuft über Windows Update.

Warum erfüllt mein PC die Anforderungen nicht?

Häufige Gründe sind ein nicht unterstützter Prozessor, ein fehlendes oder deaktiviertes TPM 2.0 oder ein Start im alten BIOS-Modus statt UEFI. Die PC-Integritätsprüfung nennt die genauen Gründe.

Gibt es noch erweiterte Updates für Privatnutzer?

Das Übergangsprogramm für Privatkunden endete am 13. Oktober 2026. Für Unternehmen bietet Microsoft eigene, kostenpflichtige Programme an; Details klären Sie beim Hersteller oder Reseller.

Kann ich einen alten PC mit Linux weiterverwenden?

Ja, häufig ist das möglich. Testen Sie die Distribution vorab vom USB-Stick und prüfen Sie, ob Ihre wichtigen Programme und Geräte unterstützt werden.

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