Ein Cache ist ein Zwischenspeicher, der häufig benötigte Daten bereithält, damit sie schneller geladen werden können. Browser, Apps und Prozessoren nutzen ihn.
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Ein Zwischenspeicher für mehr Tempo
Statt Daten bei jedem Zugriff neu zu holen oder zu berechnen, legt ein System sie in einem schnellen Zwischenspeicher ab. Beim nächsten Mal liegt das Ergebnis schon bereit. Das Prinzip kommt auf vielen Ebenen vor: im Prozessor, in Betriebssystemen, in Apps, im Browser und in Netzwerken.
Der Browser-Cache
Wenn Sie eine Webseite besuchen, speichert Ihr Browser Bilder, Skripte und Stilvorlagen auf der Festplatte. Beim nächsten Besuch lädt er sie von dort, was Seiten schneller und sparsamer im Datenverbrauch macht. Eine Seite, die sich selten ändert, kommt so fast sofort. Der Browser prüft, ob die gespeicherte Version noch aktuell ist.
Wenn der Cache Probleme macht
Veraltete Daten im Cache können dazu führen, dass Sie eine alte Version einer Seite sehen, Formulare nicht richtig funktionieren oder Darstellungsfehler auftreten. Hilfreich ist ein Neuladen ohne Cache, in den meisten Browsern mit Strg + F5 (Windows) oder Cmd + Umschalt + R (macOS). Bleibt das Problem, löschen Sie den Cache in den Browsereinstellungen. Dabei gehen keine Lesezeichen oder Passwörter verloren, es sei denn, Sie wählen diese Optionen zusätzlich aus.
Cache auf dem Smartphone
Auch Apps speichern Daten zwischen, etwa Vorschaubilder, Karten oder Streams. Wird der Speicher knapp, können Sie den Cache einzelner Apps in den Einstellungen leeren. Das gibt Platz frei, ohne persönliche Daten zu löschen, allerdings werden Inhalte beim nächsten Start neu geladen. Mehr zu Speicherproblemen steht im Ratgeber zum vollen iPhone-Speicher.
Cache und Datenschutz
Im Cache bleiben Spuren besuchter Seiten zurück. Auf gemeinsam genutzten Geräten lohnt es sich daher, ihn zu leeren oder das private Fenster zu verwenden.
Weitere Zwischenspeicher
Auch Prozessoren haben Caches, kleine, sehr schnelle Speicher direkt im Chip, die häufig genutzte Daten bereithalten. DNS-Antworten werden im Betriebssystem zwischengespeichert, und Webserver legen fertige Seiten ab, um Last zu sparen. All diese Mechanismen verfolgen dasselbe Ziel: Doppelarbeit vermeiden und Wartezeiten verkürzen.
Wenn Webseiten nach einer Änderung weiterhin alt aussehen, liegt es oft am Cache des Browsers oder eines Content-Netzwerks, nicht an der Seite selbst.
Häufige Fragen zu Cache
Soll ich den Cache regelmäßig leeren?
Nicht nötig. Leeren Sie ihn bei Darstellungsproblemen oder Speichermangel.
Werden dabei meine Passwörter gelöscht?
Nein, wenn Sie nur „Bilder und Dateien im Cache“ auswählen.
Warum ist die Seite nach dem Leeren langsamer?
Weil der Browser Dateien neu laden und speichern muss. Das gleicht sich schnell wieder aus.
