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Lexikon · Internet & WLAN

DNS

Kurz erklärt

DNS (Domain Name System) übersetzt Webadressen wie beispiel.de in IP-Adressen. Es funktioniert wie ein Telefonbuch des Internets und läuft bei fast jedem Seitenaufruf im Hintergrund.

Inhaltsverzeichnis
  1. Das Telefonbuch des Internets
  2. Der Weg einer Anfrage
  3. Sicherheit und Datenschutz
  4. Wenn DNS Probleme macht
  5. Eigene Einstellungen und Filter

Das Telefonbuch des Internets

Menschen merken sich Namen, Computer rechnen mit Zahlen. Das Domain Name System vermittelt zwischen beiden Welten. Wenn Sie im Browser eine Adresse eintippen, fragt Ihr Gerät zunächst einen DNS-Server, welche IP-Adresse zu diesem Namen gehört, und baut erst danach die Verbindung zum Webserver auf. Ohne funktionierendes DNS wirkt das Internet gestört, obwohl die Verbindung selbst besteht.

Der Weg einer Anfrage

Meist fragt Ihr Gerät den im Router eingetragenen Resolver, der wiederum vom Provider stammt. Dieser Resolver beantwortet die Anfrage aus seinem Zwischenspeicher oder fragt die Kette der zuständigen Server ab: Root-Server, Server der Endung wie .de und schließlich der Server der Domain. Antworten haben eine Gültigkeitsdauer, die TTL, damit nicht jede Anfrage neu aufgelöst werden muss.

Sicherheit und Datenschutz

Klassische DNS-Anfragen laufen unverschlüsselt. Wer im Netzwerk mitlesen kann, sieht, welche Domains Sie aufrufen. Die Verfahren DNS over HTTPS (DoH) und DNS over TLS (DoT) verschlüsseln die Anfragen, viele Browser und Betriebssysteme unterstützen sie. Ob Sie dem Resolver Ihres Providers oder einem anderen Anbieter vertrauen, ist eine Abwägung: Jeder Resolver sieht die Anfragen. Außerdem können DNS-Server Seiten sperren oder auf Schutzfunktionen gegen Schadseiten setzen.

Wenn DNS Probleme macht

Meldet der Browser, dass eine Seite nicht gefunden wurde, obwohl andere Seiten laufen, kann ein DNS-Problem vorliegen. Hilfreich ist ein Test, ob der Aufruf der IP-Adresse funktioniert, oder ein Wechsel des DNS-Servers in den Netzwerkeinstellungen. Auch ein Neustart des Routers oder das Leeren des DNS-Caches am Rechner kann helfen. Notieren Sie sich vor Änderungen die bisherigen Einstellungen, damit Sie zurückwechseln können.

Eigene Einstellungen und Filter

Wer in der Familie Schutzfunktionen nutzen möchte, kann einen DNS-Dienst wählen, der bekannte Schadseiten sperrt. Das ist keine vollständige Schutzmaßnahme, ergänzt aber Browser und Virenscanner. Beachten Sie, dass solche Filter auch harmlose Seiten blockieren können und dass der Betreiber des Dienstes Anfragen sieht. Dokumentieren Sie Änderungen, damit Sie bei Störungen schnell zu den alten Werten zurückkehren können.

Auch Unternehmen betreiben eigene DNS-Server, um interne Namen aufzulösen, die im öffentlichen Internet nicht existieren.

Häufige Fragen zu DNS

Muss ich einen eigenen DNS-Server einstellen?

Nein. Standardmäßig wird der Resolver Ihres Routers beziehungsweise Providers genutzt. Ein Wechsel ist optional.

Macht DNS das Internet schneller?

Ein schneller Resolver kann den Seitenaufbau minimal beschleunigen, die Wirkung ist meist gering.

Sieht mein DNS-Anbieter, welche Seiten ich besuche?

Er sieht die angefragten Domainnamen, nicht den Seiteninhalt. DoH oder DoT schützen die Anfrage auf dem Weg dorthin.

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