Rechner
Download-Zeit berechnen
Wie lange dauert ein Download? Geben Sie Dateigröße und Bandbreite an und erhalten Sie die theoretische Dauer, wahlweise mit zehn Prozent Aufschlag für Übertragungsverluste.
So rechnet dieser Rechner
Formel
Der Rechner ermittelt die Dauer aus Dateigröße und Datenrate. Datenraten von Internetanschlüssen werden in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) angegeben, Dateigrößen dagegen in Gigabyte (GB). Ein Byte besteht aus acht Bit, und ein Gigabyte entspricht hier 1.000 Megabyte. Daraus ergibt sich:
Sekunden = (Größe in GB × 8.000) ÷ Mbit/s
Wenn Sie die Option „+10 % Overhead“ aktivieren, wird das Ergebnis mit dem Faktor 1,1 multipliziert. Damit berücksichtigt der Rechner pauschal, dass Protokolle, Verschlüsselung und Verwaltungsdaten einen Teil der Leitung belegen.
Annahmen
- Die Dateigröße wird dezimal gerechnet (1 GB = 1.000 MB). Betriebssysteme zeigen teils binäre Größen an (GiB), die etwas größer ausfallen.
- Die angegebene Bandbreite steht über die gesamte Dauer konstant zur Verfügung.
- Der Server liefert die Datei mindestens so schnell, wie Ihr Anschluss sie empfangen kann.
- Andere Geräte im Haushalt belasten die Leitung nicht gleichzeitig.
Beispielrechnung
Ein Spiel mit 50 GB soll über einen Anschluss mit 250 Mbit/s geladen werden. Zuerst die Größe in Megabit: 50 × 8.000 = 400.000. Geteilt durch 250 ergibt das 1.600 Sekunden, also 26 Minuten und 40 Sekunden. Mit 10 % Aufschlag sind es 1.760 Sekunden, das sind 29 Minuten und 20 Sekunden.
Ein zweites Beispiel: Ein Datensatz mit 5 GB bei 100 Mbit/s. Rechnung: 5 × 8.000 = 40.000, geteilt durch 100 ergibt 400 Sekunden, das sind 6 Minuten und 40 Sekunden. Mit Aufschlag 440 Sekunden, also 7 Minuten und 20 Sekunden.
| Größe | Bandbreite | Dauer (ohne Aufschlag) | Dauer (+10 %) |
|---|---|---|---|
| 5 GB | 100 Mbit/s | 6 min 40 s | 7 min 20 s |
| 50 GB | 250 Mbit/s | 26 min 40 s | 29 min 20 s |
Grenzen
Das Ergebnis ist ein theoretischer Wert. In der Praxis hängt die Geschwindigkeit von vielen Faktoren ab: der Auslastung des Servers, dem Weg durch das Internet, der Qualität Ihres WLANs und der Leistung Ihres Geräts. Bei WLAN-Verbindungen erreichen Sie häufig nicht die volle Leitungsrate, weil Entfernung, Wände und andere Netze die Übertragung bremsen. Auch Anbieter nennen oft die Bandbreite „bis zu“, tatsächlich vereinbart sind Mindest- und Normalwerte, die Sie im Produktinformationsblatt Ihres Vertrags finden. Um Ihre aktuelle Geschwindigkeit zu prüfen, verwenden Sie die Messfunktion der Bundesnetzagentur unter breitbandmessung.de.
Zusätzlich gilt: Der Aufschlag von 10 % ist ein Richtwert, kein Messwert. Je nach Protokoll kann der Verlust geringer oder höher ausfallen. Wer mehrere Dateien gleichzeitig lädt, teilt sich die Bandbreite, wodurch sich jede einzelne Dauer verlängert. Die Berechnung ersetzt keine Messung, hilft aber, Größenordnungen einzuschätzen: Ob ein Update in Minuten oder in Stunden fertig ist, lässt sich damit schnell abschätzen.
Tipps zur Anwendung
Setzen Sie bei der Bandbreite den Wert ein, den Ihr Anschluss tatsächlich liefert, nicht die Werbeangabe. Ihre Messung per Kabel zeigt die Leitung, eine Messung im WLAN zeigt die Funkstrecke. Möchten Sie wissen, ob sich ein Tarifwechsel lohnt, rechnen Sie typische Downloads, etwa Spiele, Betriebssystem-Updates oder große Arbeitsdateien, mit beiden Bandbreiten durch und vergleichen die Zeiten. Beachten Sie auch die Upload-Richtung: Beim Hochladen in die Cloud ist die Datenrate bei vielen Anschlüssen deutlich niedriger als beim Herunterladen, sodass Sicherungen länger dauern. Für Umrechnungen gilt: 1 Mbit/s entspricht 0,125 Megabyte pro Sekunde.
Die Rechnung lässt sich auch umkehren. Wollen Sie eine Datei in einer bestimmten Zeit laden, ermitteln Sie die dafür nötige Bandbreite, indem Sie Größe in Megabit durch die gewünschten Sekunden teilen.
Häufige Fragen
Warum rechnet der Rechner mit 8.000 statt 8?
Weil Bandbreiten in Megabit pro Sekunde angegeben werden und ein Gigabyte 1.000 Megabyte und damit 8.000 Megabit entspricht.
Was bedeutet der Aufschlag von 10 %?
Er ist ein pauschaler Richtwert für Protokoll- und Verschlüsselungsdaten sowie kleine Schwankungen. Der tatsächliche Wert kann abweichen.
Warum dauert mein Download länger als berechnet?
Häufige Gründe sind ein langsamer Server, WLAN-Störungen, gleichzeitige Nutzung durch andere Geräte oder eine geringere tatsächliche Anschlussgeschwindigkeit.
Wo messe ich meine tatsächliche Geschwindigkeit?
Zum Beispiel mit der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur unter breitbandmessung.de, am besten per LAN-Kabel.
