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Lexikon · Software & Apps

Cloud

Kurz erklärt

Mit „Cloud“ bezeichnet man Rechenleistung und Speicher, die über das Internet bei einem Anbieter genutzt werden, statt auf dem eigenen Gerät. Beispiele sind Online-Speicher, Webmail und Streaming-Dienste.

Inhaltsverzeichnis
  1. Daten und Dienste im Netz
  2. Formen im Überblick
  3. Vorteile
  4. Risiken und Grenzen
  5. Schutz im Alltag
  6. Cloud auf dem Smartphone
  7. Gesetzliche Aspekte

Daten und Dienste im Netz

Der Begriff Cloud beschreibt Server in Rechenzentren, auf denen Ihre Daten oder Programme laufen. Sie greifen per Internet darauf zu, ohne sich um die Technik dahinter kümmern zu müssen. Ob Sie Fotos in einem Online-Speicher ablegen, E-Mails im Browser lesen oder ein Textdokument gemeinsam bearbeiten: Meist nutzen Sie Cloud-Dienste.

Formen im Überblick

Man unterscheidet Speicherdienste (Dateien ablegen und synchronisieren), Software als Dienst (Programme im Browser, etwa Office-Anwendungen) und Infrastruktur, bei der Unternehmen Server mieten. Für Privatpersonen sind vor allem Speicher und Online-Anwendungen relevant. Daneben gibt es Private Clouds, die auf eigener Hardware laufen, zum Beispiel auf einem Heimserver.

Vorteile

  • Zugriff von mehreren Geräten und von unterwegs.
  • Gemeinsame Bearbeitung und einfache Freigabe.
  • Automatische Synchronisierung und, je nach Dienst, Versionsverlauf.
  • Keine eigene Server-Wartung nötig.

Risiken und Grenzen

Sie vertrauen dem Anbieter Ihre Daten an. Prüfen Sie, wo der Dienst seinen Sitz hat, wo Daten gespeichert werden und welche Verschlüsselung er einsetzt. Ohne Internet sind Inhalte nur zugänglich, wenn sie offline verfügbar gemacht wurden. Außerdem ist ein Cloud-Speicher keine vollwertige Sicherung: Gelöschte oder verschlüsselte Dateien werden synchronisiert, wenn der Dienst keinen Versionsverlauf bietet.

Schutz im Alltag

Sichern Sie Ihr Konto mit einem starken Passwort und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Verschlüsseln Sie sensible Dokumente vor dem Hochladen, und prüfen Sie regelmäßig, welche Freigaben aktiv sind. Haben Sie mehrere Dienste im Einsatz, behalten Sie den Überblick, wo welche Daten liegen.

Cloud auf dem Smartphone

Smartphones nutzen die Cloud meist unbemerkt für Fotos, Kontakte und Gerätesicherungen. Prüfen Sie in den Einstellungen, was synchronisiert wird und wie viel Speicher dafür verfügbar ist. Wenn der kostenlose Speicher voll ist, stoppt häufig die Sicherung, ohne dass es auffällt. Eine regelmäßige Kontrolle verhindert böse Überraschungen.

Gesetzliche Aspekte

Bei Cloud-Diensten stellt sich die Frage, welches Recht gilt und wo Daten verarbeitet werden. Für Unternehmen verlangt die Datenschutz-Grundverordnung einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Auch Privatnutzer sollten wissen, dass Anbieter außerhalb der EU unter anderen Gesetzen stehen können. Achten Sie auf Angaben zum Standort der Rechenzentren und zu Zertifizierungen. Wer besonders sensible Daten hat, kann einen europäischen Anbieter oder einen selbst betriebenen Server in Betracht ziehen.

Häufige Fragen zu Cloud

Ist die Cloud sicher?

Das hängt vom Anbieter und von Ihrer Nutzung. Starke Passwörter, Zwei-Faktor-Anmeldung und Verschlüsselung erhöhen die Sicherheit.

Ist Cloud-Speicher ein Backup?

Nicht automatisch. Er synchronisiert Änderungen, auch Löschungen. Ein Backup braucht getrennte Kopien.

Was kostet die Cloud?

Viele Dienste bieten einen kostenlosen Grundspeicher, mehr Platz gibt es gegen Gebühr. Maßgeblich sind die Angaben des Anbieters.

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