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Lexikon · Sicherheit & Datenschutz

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Kurz erklärt

Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) genügt zur Anmeldung nicht allein das Passwort. Ein zweiter Faktor, etwa ein Code aus einer App oder ein Sicherheitsschlüssel, bestätigt Ihre Identität.

Inhaltsverzeichnis
  1. Zwei Nachweise statt einem
  2. Verfahren im Vergleich
  3. So aktivieren Sie 2FA
  4. Fallstricke
  5. Warum es sich lohnt
  6. Authenticator-Apps im Alltag
  7. Konten schützen, Reihenfolge beachten

Zwei Nachweise statt einem

Ein Passwort kann erraten, abgegriffen oder bei einem Datenleck veröffentlicht werden. Mit 2FA reicht es nicht mehr, um sich anzumelden. Zusätzlich verlangt der Dienst einen zweiten Nachweis aus einer anderen Kategorie: etwas, das Sie wissen (Passwort), etwas, das Sie besitzen (Smartphone, Schlüssel), oder etwas, das Sie sind (Fingerabdruck, Gesicht). Wer nur das Passwort erbeutet, scheitert am zweiten Schritt.

Verfahren im Vergleich

VerfahrenFunktionsweiseEinschätzung
SMS-CodeEinmalcode per TextnachrichtBesser als nichts, aber anfälliger für SIM-Tausch und Abfangen
Authenticator-AppZeitbasierter Code im SmartphoneWeit verbreitet und deutlich sicherer als SMS
SicherheitsschlüsselHardware-Token per USB oder NFCSehr stark, schützt auch vor Phishing
PasskeyKryptografischer Schlüssel auf dem GerätErsetzt Passwort und zweiten Faktor zugleich

So aktivieren Sie 2FA

  1. Öffnen Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres Kontos, beginnen Sie mit E-Mail, Banking und Cloud-Speicher.
  2. Wählen Sie bevorzugt eine Authenticator-App oder einen Sicherheitsschlüssel.
  3. Speichern Sie die angebotenen Wiederherstellungscodes sicher, getrennt vom Smartphone.
  4. Testen Sie die Anmeldung, bevor Sie sich abmelden.

Fallstricke

Geht das Smartphone verloren, kann der Zugang gesperrt sein. Hinterlegen Sie deshalb Wiederherstellungscodes oder einen zweiten Faktor. Seien Sie vorsichtig bei Aufforderungen, einen Code weiterzugeben: Betrüger rufen an und geben sich als Support aus, um Codes zu erfragen. Ein seriöser Dienst verlangt nie, einen Anmeldecode am Telefon zu nennen.

Warum es sich lohnt

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt 2FA ausdrücklich. Schon die einfachste Variante macht Konten deutlich schwerer angreifbar. Kombinieren Sie sie mit einem Passwort-Manager und einzigartigen Passwörtern.

Authenticator-Apps im Alltag

Die Apps erzeugen alle 30 Sekunden neue Codes, ohne Internetverbindung. Beim Gerätewechsel müssen die Konten übertragen werden; manche Apps bieten verschlüsselte Sicherungen. Prüfen Sie diese Möglichkeit vor dem Umstieg, damit Sie nicht ausgesperrt werden.

Konten schützen, Reihenfolge beachten

Aktivieren Sie 2FA zuerst für Ihr Hauptpostfach, denn darüber lassen sich andere Konten zurücksetzen. Danach folgen Banking, Cloud-Speicher, Shops mit hinterlegter Zahlung und soziale Netzwerke.

Notieren Sie sich, bei welchen Diensten Sie 2FA aktiviert haben, damit Sie bei einem Gerätewechsel nichts vergessen.

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Häufige Fragen zu Zwei-Faktor-Authentifizierung

Ist SMS-2FA sicher genug?

Sie ist besser als kein zweiter Faktor, aber weniger sicher als Authenticator-Apps oder Sicherheitsschlüssel.

Was tun, wenn mein Handy weg ist?

Nutzen Sie Wiederherstellungscodes oder einen zweiten hinterlegten Faktor und sperren Sie die SIM beim Anbieter.

Schützt 2FA vor Phishing?

Teilweise. Sicherheitsschlüssel und Passkeys schützen am besten, weil sie an die echte Webseite gebunden sind.

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