Verschlüsselung wandelt Daten mit einem Schlüssel in eine unlesbare Form um. Nur wer den passenden Schlüssel besitzt, kann sie wieder entschlüsseln.
Inhaltsverzeichnis
Das Grundprinzip
Verschlüsselung macht Informationen für Unbefugte unlesbar. Ein Verfahren, auch Algorithmus genannt, verwandelt den Klartext mit einem Schlüssel in einen scheinbar sinnlosen Datenhaufen. Wer den Schlüssel kennt, macht daraus wieder den Originaltext. Die Sicherheit beruht nicht auf geheimem Verfahren, sondern auf dem geheim gehaltenen Schlüssel.
Symmetrisch und asymmetrisch
Bei der symmetrischen Verschlüsselung nutzen beide Seiten denselben Schlüssel; das ist schnell und eignet sich für große Datenmengen. Ein verbreitetes Verfahren ist AES. Bei der asymmetrischen Verschlüsselung gibt es ein Schlüsselpaar: Der öffentliche Schlüssel dient zum Verschlüsseln, der private zum Entschlüsseln. So lassen sich Nachrichten an jemanden senden, ohne vorher einen geheimen Schlüssel zu tauschen. In der Praxis kombinieren Verfahren wie HTTPS beide Ansätze.
Wo Sie Verschlüsselung nutzen
- Beim Surfen: HTTPS verschlüsselt die Verbindung zwischen Browser und Webseite.
- Auf Geräten: BitLocker, FileVault oder die Verschlüsselung von Smartphones schützen gespeicherte Daten bei Verlust.
- In Messengern: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt Nachrichten auf dem Transportweg.
- Bei Backups und Archiven mit Kennwortschutz.
Grenzen
Verschlüsselung schützt nur den jeweiligen Weg oder Speicherort. Sie hilft nicht, wenn Schadsoftware auf Ihrem entsperrten Gerät läuft oder Sie ein schwaches Kennwort wählen. Verlieren Sie den Schlüssel oder das Kennwort, sind die Daten oft unwiederbringlich verloren; legen Sie darum Wiederherstellungsschlüssel sicher ab.
Praktische Empfehlung
Aktivieren Sie die Geräteverschlüsselung auf Laptop und Smartphone, nutzen Sie nur Webseiten mit HTTPS für Anmeldungen und verschlüsseln Sie Datenträger, die Sie aus der Hand geben. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bietet auf bsi.bund.de verständliche Hinweise.
Beispiel: HTTPS erkennen
Das Schloss-Symbol in der Adresszeile zeigt an, dass die Verbindung verschlüsselt ist. Es sagt nichts darüber, ob die Seite vertrauenswürdig ist, denn auch Betrugsseiten können HTTPS nutzen. Prüfen Sie daher zusätzlich die Adresse und das Impressum.
Verschlüsselung am Smartphone
Aktuelle Smartphones verschlüsseln den internen Speicher standardmäßig, sobald Sie eine Gerätesperre einrichten. Ohne PIN oder biometrischen Schutz bietet das aber wenig. Wählen Sie eine PIN mit mindestens sechs Stellen und aktivieren Sie die Funktion zum Orten und Sperren.
Prüfen Sie bei Cloud-Diensten, ob Dateien nur auf dem Server oder auch auf Ihrem Gerät verschlüsselt werden, denn das entscheidet, wer Zugriff auf den Schlüssel hat.
Häufige Fragen zu Verschlüsselung
Ist verschlüsselt immer sicher?
Nur wenn Verfahren, Implementierung und Schlüsselverwaltung stimmen. Schwache Kennwörter sind ein häufiger Schwachpunkt.
Was ist HTTPS?
Die verschlüsselte Variante des Webprotokolls. Sie schützt Daten auf dem Weg zwischen Browser und Server.
Kann ich verschlüsselte Daten wiederherstellen, wenn ich das Kennwort vergesse?
In der Regel nicht. Sichern Sie Wiederherstellungsschlüssel getrennt.
