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Lexikon · Sicherheit & Datenschutz

Firewall

Kurz erklärt

Eine Firewall kontrolliert den Datenverkehr zwischen Ihrem Gerät oder Netzwerk und dem Internet und blockiert unerwünschte Verbindungen nach festgelegten Regeln.

Inhaltsverzeichnis
  1. Die Schranke im Netzwerk
  2. Zwei Orte, ein Prinzip
  3. Was eine Firewall nicht kann
  4. Einstellungen im Alltag
  5. Profile und Netze
  6. Fehlersuche

Die Schranke im Netzwerk

Eine Firewall prüft Datenpakete und entscheidet anhand von Regeln, ob sie durchgelassen oder abgewiesen werden. Sie schützt vor unerwünschten Zugriffen von außen und kann ausgehende Verbindungen einschränken, etwa wenn ein Programm unbefugt Daten versenden will. Das Prinzip: Alles, was nicht ausdrücklich erlaubt ist, wird blockiert.

Zwei Orte, ein Prinzip

Hardware-Firewalls sitzen am Übergang zum Internet, in Privathaushalten ist das der Router. Er trennt das Heimnetz durch NAT und Filterregeln vom Internet. Software-Firewalls laufen auf dem Gerät selbst, etwa die Windows-Firewall oder die Firewall von macOS. Sie schützen auch dann, wenn Sie in fremden Netzen unterwegs sind, und können pro Programm entscheiden, welche Verbindungen erlaubt sind.

Was eine Firewall nicht kann

Sie schützt nicht davor, dass Sie selbst Schadsoftware installieren oder auf Phishing hereinfallen. Eine Verbindung, die über einen erlaubten Weg hereinkommt, etwa ein Webdownload im Browser, wird nicht automatisch geprüft. Die Firewall ergänzt deshalb Updates, Virenschutz und umsichtiges Verhalten, ersetzt sie aber nicht.

Einstellungen im Alltag

Lassen Sie die eingebaute Firewall Ihres Betriebssystems aktiviert. Beantworten Sie Rückfragen, ob ein Programm kommunizieren darf, bewusst, und erlauben Sie nur bekannte Anwendungen. Auf dem Router sollten Sie Portfreigaben nur dort einrichten, wo sie nötig sind, und nicht benötigte Dienste abschalten. Windows-Nutzer finden die Einstellungen in der App „Windows-Sicherheit“ unter „Firewall- & Netzwerkschutz“.

Profile und Netze

Windows unterscheidet private und öffentliche Netzwerke. In öffentlichen Netzen gelten strengere Regeln. Stellen Sie sicher, dass Ihr Heimnetz korrekt eingestuft ist, damit etwa Freigaben nicht versehentlich offen sind. In Firmen übernehmen oft zentral verwaltete Firewalls diese Aufgabe, Einstellungen sind dort durch die IT geregelt.

Fehlersuche

Ein Programm, das keine Verbindung herstellen kann, wird manchmal von der Firewall blockiert. Prüfen Sie in den Einstellungen, ob eine Regel fehlt, und legen Sie sie gezielt an, statt die Firewall abzuschalten. Hilft das nicht, kann eine Protokollansicht zeigen, welche Verbindungen abgewiesen wurden.

Haben Sie Dienste wie Fernzugriff aktiv, prüfen Sie, welche Ports geöffnet sind, und schließen Sie nicht benötigte.

Häufige Fragen zu Firewall

Brauche ich eine zusätzliche Firewall?

Für die meisten Haushalte genügen Router-Firewall und die Firewall des Betriebssystems.

Warum fragt die Firewall nach Programmen?

Weil ein Programm erstmals eine Verbindung aufbauen möchte. Erlauben Sie nur Anwendungen, die Sie kennen.

Schützt eine Firewall vor Viren?

Nur indirekt. Gegen Schadsoftware helfen Virenschutz, Updates und vorsichtiges Verhalten.

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