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Lexikon · Sicherheit & Datenschutz

VPN

Kurz erklärt

Ein VPN (Virtual Private Network) leitet Ihren Datenverkehr verschlüsselt über einen Server um. Es schützt vor Mitlesen im selben Netz und verbirgt Ihre IP-Adresse gegenüber besuchten Seiten.

Inhaltsverzeichnis
  1. Wie ein VPN funktioniert
  2. Wofür VPNs genutzt werden
  3. Was ein VPN nicht leistet
  4. Auswahl und Einrichtung
  5. Firmen-VPN und Heimnetz

Wie ein VPN funktioniert

Ein VPN baut einen verschlüsselten Tunnel zwischen Ihrem Gerät und einem VPN-Server auf. Alle Daten laufen durch diesen Tunnel, erst der Server schickt sie ins offene Internet. Von außen, etwa für den Betreiber eines Hotel-WLANs, sieht der Verkehr nur wie eine verschlüsselte Verbindung zum VPN-Server aus. Webseiten wiederum erkennen die Adresse des Servers statt Ihrer eigenen.

Wofür VPNs genutzt werden

  • Schutz in öffentlichen WLANs, wo fremde Betreiber Verkehr einsehen könnten.
  • Zugriff auf das Firmennetz von unterwegs, die ursprüngliche Aufgabe von VPNs.
  • Zugriff auf das Heimnetz, etwa auf ein NAS, ohne Ports zu öffnen.
  • Verbergen der eigenen IP-Adresse gegenüber Webseiten.

Was ein VPN nicht leistet

Ein VPN macht Sie nicht anonym. Dienste, bei denen Sie angemeldet sind, erkennen Sie weiterhin, und Cookies sowie Browser-Merkmale bleiben bestehen. Es schützt auch nicht vor Phishing oder Schadsoftware. Hinzu kommt: Der VPN-Anbieter sieht, was Ihr Provider sonst sähe. Sie verlagern also das Vertrauen. Prüfen Sie deshalb den Sitz des Anbieters, seine Datenschutzangaben und unabhängige Audits, falls vorhanden.

Auswahl und Einrichtung

Gängige Protokolle sind WireGuard und OpenVPN, die als sicher und schnell gelten. Praktisch ist ein Kill-Switch, der den Verkehr stoppt, falls die Verbindung abbricht. Beachten Sie, dass ein VPN Geschwindigkeit kostet und die Latenz erhöht, weil der Weg länger wird. Für Reisen mit ständigem Hotel-WLAN kann es sich lohnen, im Alltag reicht oft die Verschlüsselung per HTTPS, die die meisten Webseiten ohnehin nutzen. Kostenlose Dienste finanzieren sich unterschiedlich; achten Sie darauf, wie.

Firmen-VPN und Heimnetz

Außerhalb des Verbrauchermarktes dienen VPNs dazu, Mitarbeitende sicher mit dem Firmennetz zu verbinden. Auch viele Router erlauben den Aufbau eines eigenen VPN-Zugangs in das Heimnetz, sodass Sie unterwegs auf ein NAS oder Drucker zugreifen können, ohne Dienste ins Internet zu stellen. Dafür müssen Router-Firmware und Zugangsdaten aktuell gehalten werden, und die Einrichtung sollte sorgfältig nach Anleitung des Herstellers erfolgen.

Verlassen Sie sich nicht auf Werbeaussagen, sondern lesen Sie die Bedingungen zur Protokollierung und die Prüfberichte.

Dies gilt besonders in Reisezeiten.

Eine Quelle für unabhängige Hinweise sind Prüfberichte und Datenschutzinformationen.

Häufige Fragen zu VPN

Ist ein VPN legal?

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Nutzung eines VPN erlaubt. Rechtswidrige Handlungen bleiben auch mit VPN rechtswidrig.

Brauche ich ein VPN zu Hause?

Meist nicht. Es kann aber helfen, wenn Sie auf Ihr Heimnetz von unterwegs zugreifen oder IP-Adresse gegenüber Seiten verbergen wollen.

Macht ein VPN das Internet langsamer?

Ja, meist etwas, weil der Datenweg länger ist und verschlüsselt wird. Moderne Protokolle halten den Verlust gering.

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