Ein Router verbindet Ihr Heimnetz mit dem Internet und verteilt Datenpakete zwischen Geräten. In Privathaushalten steckt meist ein Modem, ein WLAN-Funkteil und eine Firewall im selben Gehäuse.
Inhaltsverzeichnis
Die Aufgabe des Routers
Der Router ist die Schaltstelle zwischen Ihrem Heimnetz und dem Internetanschluss. Er nimmt Datenpakete von Ihren Geräten entgegen, leitet sie ins Internet und verteilt die Antworten wieder an das richtige Gerät. Dazu übersetzt er interne Adressen in die öffentliche Adresse Ihres Anschlusses, eine Technik namens NAT. Gleichzeitig vergibt er per DHCP Adressen an Ihre Geräte, damit Sie diese nicht von Hand eintragen müssen.
Was im Gehäuse steckt
Heimrouter sind Kombigeräte. Sie enthalten oft ein Modem für DSL, Kabel oder Glasfaser, einen WLAN-Sender, einen Switch mit mehreren LAN-Anschlüssen, eine Firewall und teils Telefonfunktionen. Bei Glasfaseranschlüssen sitzt das Modem häufig als separater Medienkonverter (ONT) davor, und der Router wird dahinter angeschlossen. In Deutschland ist freie Routerwahl gesetzlich verankert, Sie sind also nicht auf das Gerät Ihres Anbieters festgelegt.
Einstellungen, die zählen
- Ein eigenes, starkes WLAN-Passwort und die Verschlüsselung WPA3 oder WPA2.
- Ein sicheres Administratorkennwort für die Oberfläche des Routers.
- Automatische Firmware-Updates, damit Sicherheitslücken geschlossen werden.
- Abschalten nicht benötigter Dienste wie Fernzugriff, wenn Sie ihn nicht verwenden.
- Ein Gastnetz für Besucher und Smart-Home-Geräte.
Standort und Wartung
Stellen Sie den Router möglichst zentral und frei auf, nicht im Schrank oder hinter dem Fernseher. Metallflächen und dicke Wände schwächen das Funksignal. Ein gelegentlicher Neustart behebt manche Störung, ersetzt aber kein Update. Hat der Hersteller das Gerät aus dem Support genommen und liefert keine Sicherheitsupdates mehr, sollten Sie über einen Austausch nachdenken, weil Router als Eingangstor ins Heimnetz besonders angreifbar sind.
Router und Datenschutz
Der Router sieht den gesamten Datenverkehr Ihres Haushalts. Deshalb sollten Sie Fernzugriffsfunktionen nur aktivieren, wenn Sie sie wirklich brauchen, und Zugangsdaten nicht auf der Standardeinstellung belassen. Hinweise zur sicheren Konfiguration veröffentlicht das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik auf bsi.bund.de. Wer das Gerät austauscht, setzt das alte auf Werkseinstellungen zurück, bevor es weitergegeben oder entsorgt wird.
Notieren Sie sich Zugangsdaten und Konfiguration, bevor Sie Änderungen vornehmen, damit ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen kein Problem wird.
Wer viele Geräte betreibt, sollte außerdem auf die Zahl der Gigabit-LAN-Anschlüsse achten und überlegen, ob der Router IPv6 und aktuelle Funkstandards unterstützt.
Häufige Fragen zu Router
Brauche ich Router und Modem getrennt?
In Privathaushalten ist das Modem meist integriert. Bei Glasfaser kann zusätzlich ein Medienkonverter vorgeschaltet sein.
Darf ich einen eigenen Router verwenden?
Ja, in Deutschland besteht Routerfreiheit. Ihr Anbieter muss die benötigten Zugangsdaten bereitstellen.
Wie oft sollte ich den Router erneuern?
Es gibt keinen festen Takt. Entscheidend ist, ob der Hersteller noch Sicherheitsupdates liefert und der WLAN-Standard Ihren Geräten genügt.
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