NVMe (Non-Volatile Memory Express) ist ein Protokoll, mit dem SSDs über die schnelle PCIe-Schnittstelle direkt mit dem Prozessor kommunizieren. NVMe-SSDs sind deutlich schneller als SATA-Modelle.
Inhaltsverzeichnis
Ein Protokoll für Flash-Speicher
Frühe SSDs nutzten Anschlüsse und Befehlssätze, die für Festplatten entwickelt wurden. NVMe wurde speziell für Flash-Speicher geschaffen und arbeitet über PCI Express (PCIe), den Datenbus, der auch Grafikkarten anbindet. Dadurch sind sehr hohe Datenraten und viele parallele Anfragen möglich.
Geschwindigkeitsklassen
Die Leistung hängt von der PCIe-Generation ab. SATA-SSDs erreichen etwa 550 MB/s. NVMe-SSDs der Generation 3 schaffen grob 3.500 MB/s, Generation 4 etwa 7.000 MB/s und Generation 5 nochmals ungefähr das Doppelte. Das sind Höchstwerte beim sequenziellen Lesen; im Alltag fällt der Unterschied zwischen den Generationen geringer aus als die Zahlen vermuten lassen.
Der M.2-Steckplatz
NVMe-SSDs sitzen meist als kleine Platine im M.2-Format auf der Hauptplatine. Wichtig: Nicht jeder M.2-Steckplatz unterstützt NVMe, manche nur SATA. Die Bezeichnung auf dem Laufwerk, etwa 2280 für die Länge, und die Kerbe im Stecker helfen bei der Zuordnung. Prüfen Sie vor dem Kauf das Handbuch Ihres Geräts.
Wärme und Dauerlast
Schnelle NVMe-SSDs werden bei langen Schreibvorgängen warm und drosseln dann ihre Leistung. Viele Hauptplatinen liefern Kühlkörper mit, in Laptops übernimmt das Gehäuse die Wärmeabfuhr. Für den normalen Alltag spielt das kaum eine Rolle, bei großen Datenkopien kann es aber auffallen.
Lohnt sich das Upgrade?
Wer von SATA auf NVMe wechselt, spürt das vor allem beim Kopieren großer Dateien und beim Laden umfangreicher Projekte. Das Booten und Starten typischer Programme war schon mit SATA-SSDs schnell. Achten Sie auf einen Hersteller mit Garantie und auf ausreichende Kapazität, denn gefüllte Laufwerke werden langsamer.
Kompatibilität prüfen
Viele Laptops erlauben nur einen bestimmten M.2-Typ. Das Handbuch nennt die unterstützte Länge, die Bauhöhe und das Protokoll. Beim Wechsel einer Systemplatte ist es sinnvoll, vorher ein Abbild zu erstellen. Wer mehrere M.2-Steckplätze hat, sollte wissen, dass sich bei manchen Boards Steckplätze Bandbreite teilen, wodurch einzelne Anschlüsse dann langsamer arbeiten.
Sicherung und Pflege
Halten Sie die Firmware der SSD aktuell, wenn der Hersteller Updates anbietet, und überwachen Sie den Zustand mit dem mitgelieferten Werkzeug. Planen Sie auch für schnelle Laufwerke eine Sicherung ein.
Häufige Fragen zu NVMe
Ist NVMe schneller als SSD?
NVMe ist ein Protokoll für SSDs. NVMe-SSDs sind deutlich schneller als SATA-SSDs.
Passt jede NVMe-SSD in jeden Laptop?
Nein. Bauform, Länge und unterstützte PCIe-Generation müssen zum Gerät passen.
Wird eine NVMe-SSD sehr heiß?
Unter Dauerlast kann sie warm werden und drosselt dann. Ein Kühlkörper hilft.