5G ist die fünfte Mobilfunkgeneration. Sie bietet höhere Datenraten, mehr Gerätekapazität und geringere Latenz als LTE und nutzt unterschiedliche Frequenzbereiche.
Inhaltsverzeichnis
Was 5G ausmacht
5G ist der Nachfolger von LTE im Mobilfunk. Die Technik soll höhere Geschwindigkeiten, kürzere Reaktionszeiten und deutlich mehr gleichzeitig verbundene Geräte ermöglichen. Sie ist nicht nur für Smartphones gedacht, sondern auch für Industrieanlagen, vernetzte Maschinen und Heimanschlüsse per Funk.
Frequenzbereiche
5G nutzt drei Bereiche. Niedrige Frequenzen, etwa um 700 MHz, decken große Flächen ab und erreichen auch Gebäude. Mittlere Bänder um 3,6 GHz bieten einen Mittelweg aus Tempo und Reichweite und bilden in Europa das Rückgrat des Ausbaus. Sehr hohe Bänder, sogenannte Millimeterwellen, liefern große Kapazität, reichen aber nur kurze Strecken und werden in Europa bisher kaum für Privatkunden eingesetzt. Welche Geschwindigkeit Sie erhalten, hängt von Band, Entfernung zum Mast und Auslastung ab.
NSA und SA
In der Anfangsphase arbeiteten viele Netze im Non-Standalone-Modus, bei dem 5G auf dem LTE-Kernnetz aufbaut. Im Standalone-Betrieb (SA) besitzt 5G ein eigenes Kernnetz, das Funktionen wie sehr niedrige Latenz oder Netz-Slicing erlaubt. Für Sie als Nutzer sind die Unterschiede indirekt spürbar, etwa in stabileren Verbindungen und neuen Tarifoptionen, soweit der Anbieter sie bereitstellt.
Was im Alltag zählt
Ein 5G-Logo auf dem Display garantiert keine hohe Geschwindigkeit. Entscheidend sind Ihr Gerät, Ihr Tarif und der Ausbau am Standort. Die Betreiber informieren in Netzkarten über die Verfügbarkeit. Wer 5G zu Hause nutzen möchte, achtet auf die Antennenleistung des Routers und die Bedingungen im Vertrag. Der Stromverbrauch des Smartphones kann im 5G-Betrieb steigen; viele Geräte erlauben deshalb den Wechsel auf LTE bei geringem Bedarf.
Hinweise für Verbraucher
Lassen Sie sich nicht allein von Werbung leiten: Fragen Sie nach der tatsächlichen Verfügbarkeit an Ihrer Adresse und nach Drosselungsregeln im Vertrag. Auf der Seite der Bundesnetzagentur finden Sie Informationen zur Mobilfunk-Versorgung. Vor einem Gerätekauf lohnt der Blick auf die unterstützten Frequenzbänder, denn nicht jedes Modell empfängt alle in Europa genutzten Bänder.
Eine hilfreiche Faustregel: Hohe Geschwindigkeit gibt es meist dort, wo die Funkzelle nah ist und wenige andere Nutzer sie belegen. In dicht besiedelten Gebieten und zu Stoßzeiten sinkt die Rate, auch bei guter Abdeckung.
Häufige Fragen zu 5G
Brauche ich ein neues Handy für 5G?
Ja, das Gerät muss 5G unterstützen. Die meisten aktuellen Modelle tun das.
Ist 5G immer schneller als LTE?
Nicht immer. Bei schwachem Ausbau oder auf niedrigen Bändern kann LTE ähnlich schnell sein.
Macht 5G mehr Akku-Verbrauch?
Unter Umständen. Das hängt von Gerät, Empfang und Nutzung ab.