Rechner
Bildschirm-Pixeldichte (PPI) berechnen
Wie scharf ist ein Display? Geben Sie Auflösung und Diagonale ein und berechnen Sie die Pixeldichte in PPI.
So rechnet dieser Rechner
Formel
PPI steht für „Pixels per Inch“, also Bildpunkte pro Zoll. Der Wert beschreibt, wie dicht die Pixel auf dem Bildschirm liegen. Er wird aus der Auflösung und der Bilddiagonale berechnet:
PPI = √(B² + H²) ÷ Diagonale in Zoll
Dabei steht B für die Anzahl der Pixel in der Breite und H für die Anzahl der Pixel in der Höhe. Die Wurzel aus der Summe der Quadrate ergibt die Diagonale in Pixeln, die durch die Diagonale in Zoll geteilt wird. Ein Zoll entspricht 2,54 Zentimetern.
Annahmen
- Die Pixel sind quadratisch und gleichmäßig verteilt.
- Die Diagonale bezieht sich auf die sichtbare Bildfläche, wie sie Hersteller angeben.
- Die Auflösung ist die native Auflösung des Panels, nicht eine im Betriebssystem eingestellte Skalierung.
Beispielrechnungen
Ein 27-Zoll-Monitor mit 2.560 × 1.440 Pixeln: B² = 6.553.600, H² = 2.073.600, Summe = 8.627.200, Wurzel ≈ 2.937,2 Pixel. Geteilt durch 27 ergibt das rund 108,8 PPI.
Derselbe 27-Zöller mit 3.840 × 2.160 Pixeln (4K): B² = 14.745.600, H² = 4.665.600, Summe = 19.411.200, Wurzel ≈ 4.405,8. Geteilt durch 27 sind es etwa 163,2 PPI.
Ein 15,6-Zoll-Laptop mit 1.920 × 1.080 Pixeln: Summe der Quadrate = 3.686.400 + 1.166.400 = 4.852.800, Wurzel ≈ 2.202,9. Geteilt durch 15,6 ergibt rund 141,2 PPI.
| Display | Auflösung | PPI (gerundet) |
|---|---|---|
| 27 Zoll, WQHD | 2.560 × 1.440 | 108,8 |
| 27 Zoll, 4K | 3.840 × 2.160 | 163,2 |
| 15,6 Zoll, Full HD | 1.920 × 1.080 | 141,2 |
Grenzen und Einordnung
Die Pixeldichte allein sagt nicht, wie scharf ein Bild wirkt. Entscheidend ist auch der Betrachtungsabstand: Ein Smartphone hält man näher vors Gesicht als einen Monitor, weshalb dort höhere PPI-Werte sinnvoll sind. Als grober Anhaltspunkt gelten für Monitore am Schreibtisch Werte um 100 bis 110 PPI als ausreichend scharf für viele Nutzer, höhere Werte ergeben feinere Schrift. Das ist eine Faustregel, kein Standard, und das Empfinden ist individuell. Weitere Einflüsse sind Panel-Typ, Subpixel-Anordnung, Skalierung des Betriebssystems und Schriftdarstellung. Ein Monitor mit hoher PPI benötigt zudem meist Skalierung, damit Menüs nicht zu klein erscheinen. Der Rechner liefert eine mathematische Größe, keine Qualitätsnote.
Tipps zur Anwendung
Nutzen Sie den Rechner beim Monitorkauf, um Modelle mit unterschiedlicher Diagonale und Auflösung zu vergleichen. Sie finden die native Auflösung im Datenblatt des Herstellers. Berücksichtigen Sie, wie viel Platz Sie auf dem Schreibtisch haben und aus welchem Abstand Sie arbeiten: Bei etwa 60 bis 80 Zentimetern Abstand wirkt ein hochauflösender 27-Zöller deutlich feiner als ein Full-HD-Modell derselben Größe. Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Computer die Skalierung unterstützt, da sehr hohe Pixeldichte ohne Skalierung kleine Bedienelemente bedeutet.
Bei Smartphones und Tablets liefert der Wert ebenfalls einen Vergleich, die subjektive Schärfe hängt aber zusätzlich von Panel-Technik und Software ab.
Für den Vergleich mit Fernsehern gilt dasselbe Prinzip: Bei großer Diagonale und üblichem Sitzabstand von mehreren Metern ist die Pixeldichte weniger entscheidend als am Schreibtisch. Entscheidend ist, ob Sie einzelne Pixel aus Ihrer Sitzposition noch erkennen können.
Notieren Sie Auflösung und Diagonale vor dem Kauf aus dem Datenblatt, statt sich auf Werbebegriffe wie „Retina“ oder „Ultra HD“ zu verlassen, die keine einheitlich definierte PPI-Zahl bedeuten.
Häufige Fragen
Was ist ein guter PPI-Wert?
Das hängt vom Gerät und vom Abstand ab. Für Schreibtisch-Monitore werden häufig Werte um 100 bis 110 PPI als ausreichend empfunden, bei Smartphones sind höhere Werte üblich.
Sind PPI und DPI dasselbe?
Nein. PPI beschreibt Bildschirmpixel, DPI Druckpunkte. Im Alltag werden die Begriffe oft vermischt.
Warum ist der Wert bei 4K höher?
Bei gleicher Diagonale verteilen sich mehr Pixel auf die Fläche, die Dichte steigt.
Wie rechne ich Zoll in Zentimeter um?
Multiplizieren Sie den Zollwert mit 2,54.