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Lexikon · Sicherheit & Datenschutz

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Kurz erklärt

Bei Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird eine Nachricht auf dem Gerät des Absenders verschlüsselt und erst beim Empfänger entschlüsselt. Auch der Anbieter des Dienstes kann sie nicht lesen.

Inhaltsverzeichnis
  1. Nur Sender und Empfänger lesen mit
  2. So funktioniert es
  3. Was nicht geschützt ist
  4. Wo es verfügbar ist
  5. Warum das für Sie zählt
  6. Gruppen und mehrere Geräte

Nur Sender und Empfänger lesen mit

Bei normaler Transportverschlüsselung schützt der Dienst die Verbindung zwischen Ihrem Gerät und seinem Server. Auf dem Server liegen die Nachrichten aber lesbar vor, und der Anbieter oder jemand mit Zugriff auf seine Systeme könnte sie einsehen. Bei der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) ist das anders: Die Nachricht wird schon auf Ihrem Gerät verschlüsselt und kann nur auf dem Gerät des Empfängers entschlüsselt werden. Der Server leitet nur unlesbare Daten weiter.

So funktioniert es

Jeder Teilnehmer besitzt ein Schlüsselpaar. Der öffentliche Schlüssel wird verteilt, der private bleibt auf dem Gerät. Die Nachricht wird mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers verschlüsselt. Moderne Messenger wie Signal und Threema erneuern Schlüssel laufend, sodass auch ein späteres Bekanntwerden eines Schlüssels frühere Nachrichten nicht preisgibt. Zur Prüfung, ob wirklich die richtige Person am anderen Ende ist, vergleichen Sie bei Bedarf einen Sicherheitscode.

Was nicht geschützt ist

E2EE schützt den Inhalt, nicht automatisch die Begleitdaten. Wer mit wem wann kommuniziert, kann dem Anbieter trotzdem bekannt sein. Zudem greift der Schutz nicht, wenn jemand Zugriff auf Ihr entsperrtes Gerät hat, Screenshots von Chats macht oder Backups unverschlüsselt in der Cloud liegen. Prüfen Sie in der App, ob Sicherungen verschlüsselt werden.

Wo es verfügbar ist

Signal und Threema verschlüsseln standardmäßig Ende-zu-Ende. WhatsApp tut das für Chat-Inhalte ebenfalls. Bei anderen Diensten ist die Funktion optional oder nur für bestimmte Chatarten verfügbar, etwa „geheime Chats“. Bei E-Mail ist E2EE mit Zusatzwerkzeugen möglich, im Alltag aber selten.

Warum das für Sie zählt

Für private Gespräche, Gesundheitsfragen oder berufliche Absprachen bietet E2EE einen deutlich höheren Schutz vor Mitlesen als reine Transportverschlüsselung. Beachten Sie, dass auch Gesprächspartner Inhalte weitergeben können, sie bleibt eine Frage des Vertrauens.

Gruppen und mehrere Geräte

Auch in Gruppenchats und auf mehreren Geräten kann E2EE funktionieren, dann werden Schlüssel für jedes Gerät und jeden Teilnehmer verwaltet. Fügt jemand ein neues Gerät hinzu, sollten Teilnehmer darüber informiert werden. Aktivieren Sie in der App Benachrichtigungen über geänderte Sicherheitsnummern, wenn Sie Wert auf höchste Sicherheit legen.

Häufige Fragen zu Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Kann der Anbieter meine Nachrichten lesen?

Bei echter E2EE nicht, da er nur verschlüsselte Daten sieht.

Sind Backups auch geschützt?

Nur, wenn die App sie verschlüsselt. Prüfen Sie die Einstellungen.

Ist E2EE bei jedem Messenger Standard?

Nein. Manche bieten sie nur optional an.

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